Projekt EXIST IV
2010-2011
Wettbewerb "Die Gründerhochschule"
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Programm zur Förderung der Gründungsprofilierung von Hochschulen
Ziel des Wettbewerbs ist es, hochschulweite Gesamtstrategien zu entwickeln und diese umzusetzen, um eine Gründungskultur und mehr Unternehmergeist an Hochschulen zu etablieren. Darüber hinaus soll die Gründungsförderung aus dem Status der temporär begrenzten, inhaltlich beschränkten Projektförderung in eine strategische Daueraufgabe überführt werden.
Der Wettbewerb „EXIST-Gründungskultur – Die Gründerhochschule“ ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert.
Der Wettbewerb „Die Gründerhochschule“ unterstützt Hochschulen dabei,
- sich als gründungsprofilierte Hochschule zu positionieren,
- das Potenzial an technologieorientierten und wissensbasierten Gründungen am Hochschulstandort nachhaltig zu erschließen und
- unternehmerisches Denken und Handeln unter Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stärken.
Die teilnehmenden Hochschulen sind aufgerufen, eine ganzheitliche hochschulweite Strategie zu Gründungskultur und Unternehmergeist zu formulieren und diese durch geeignete Maßnahmen und Instrumente sowie die Etablierung der auf die Gesamtstrategie abgestimmten Anreizsysteme, administrativen Strukturen und Regelwerke nachhaltig und sichtbar umzusetzen.
Auf diese Weise sollen die teilnehmenden Hochschulen eine Gründungsprofilierung entwickeln und eine nachhaltig gelebte Gründungskultur etablieren, die alle Hochschulebenen von der Leitung bis in die Fakultäten und Fachbereiche hinein durchdringt.
Im Sinne der Richtlinien sollte eine gelebte Gründungskultur an einer Hochschule wie folgt gekennzeichnet sein:
- Nachhaltige Verankerung der Gründungsprofilierung in der
Hochschulstrategie (strukturelle Grundsätze, Entwicklungsplan,
Anreizsysteme);
- Etablierung komplementärer administrativer Strukturen und Regelwerke;
- Optimale Startbedingungen insbesondere für Gründungen mit hohem
Wachstumspotenzial (gründungs- und gründerfreundliches Umfeld);
- Stärkung unternehmerischen Denkens und Handelns (Entre- und
Intrapreneurship)
- Effektive Erschließung des Potenzials wissens- und technologiebasierter
Gründungen am Hochschulstandort als Element des Wissens- und
Technologietransfers.
Die zwei Säulen der Gründerhochschule:
Wie funktioniert der Wettbewerb?
Der
Wettbewerb „Die Gründerhochschule“ besteht aus zwei Wettbewerbsrunden, die im
Abstand von etwa eineinhalb Jahren durchgeführt werden. Die erste Runde startet
im April 2010.
Bis zu drei Hochschulen mit den überzeugendsten Konzepten werden in jeder Wettbewerbsrunde
zusätzlich mit dem Prädikat „Gründerhochschule“ ausgezeichnet.
Das Antrags- und Förderverfahren ist für beide Wettbewerbsrunden zweistufig angelegt. Gegenstand der Förderung ist:
- In Stufe 1 („Konzeptphase“): Die Erarbeitung eines Konzepts, in dem die Hochschulen ihre gründungsbezogene Gesamtstrategie einschließlich der Konzeption der zugehörigen administrativen Strukturen und Regelwerke sowie eines geeigneten Qualitätsmanagements entwickeln und in einem konkreten Umsetzungsplan darlegen. Im Konzept ist aufzuführen durch welche Aktivitäten diese Strategie implementiert und eine Profilierung als Gründerhochschule erreicht werden kann.
- In Stufe 2 („Projektphase“): Die operative Umsetzung des erarbeiteten Entwicklungskonzepts sowie die Verankerung der Gründungsprofilierung als strategische Zielsetzung der Hochschule. Darüber hinaus werden in der Projektphase an den Hochschulen die im Konzept dargelegten gründungsbezogenen Aktivitäten und Projekte durchgeführt.
Quelle:
BMWi
weitere Informationen : http://www.exist.de/exist-gruendungskultur/index.php
Kiel Center for Entrepreneurship
Im neu ausgerichteten Förderwettbewerb "EXIST-Gründungskultur - Die Gründerhochschule" hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) 24 Hochschulen für die zweite Runde ausgewählt. Der im April gestartete Wettbewerb ist Teil der Initiative "Gründerland Deutschland". In der ersten Runde hatten sich deutschlandweit 83 Hochschulen mit einer Ideenskizze beworben. Die jetzt ausgewählten Universitäten und Fachhochschulen sind aufgefordert, bis April 2011 ein detailliertes Konzept für eine ganzheitliche hochschulweite Gründungsstrategie zu entwickeln. Die bis zu zehn Hochschulen, die die überzeugendsten Strategien erarbeiten, wird das BMWi ab Herbst 2011 bei der praktischen Umsetzung bis zu fünf Jahre lang finanziell unterstützen. (Quelle BMWi)
Die Christian-Albrechts-Universität hat diese erste Hürde genommen und wird im kommenden halben Jahr den Vollantrag vorbereiten.
Die Eckpunkte des Kieler Konzeptes
Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Die Christian-Albrecht-Universität (CAU) zu Kiel hat sich im Verlauf der vergangenen Dekade im Bereich der Spitzenforschung nachhaltig profiliert. Die Erfahrung lehrt, dass sich dort, wo die Spitzenforschung zu Hause ist, ein großes kreatives, unternehmerisches Potenzial bei dem wissenschaftlichen Nachwuchs sowie den Studenten und Studentinnen findet. Die Führung der CAU sieht eine große gesellschaftliche Verpflichtung darin, dieses Potenzial an Entrepreneurship durch eine umfassende Strategie zu entdecken, zu fördern und auch zu fordern.
Zunkunftskonzept
Derzeit wird ein Zukunftskonzept für die gesamte Universität erarbeitet. Dieses Zukunftskonzept bezieht sich dabei konsequent auf das Motto "vernetzt denken – vernetzt handeln" und zielt dabei ganz bewusst darauf, alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus Forschung, Lehre und Verwaltung in die Gestaltung des Konzeptes integrieren. Eine Säule des Zukunftskonzepts soll die Förderung einer "Culture of Entrepreneurship" und von Ausgründungen sein, die weit über das hinausgehen wird, was bislang schon an der CAU geleistet wurde. Entsprechend geht es in den nächsten Jahren darum, die dafür nötigen Reformen bei den Strukturen und Anreizsystemen durchzuführen.
Entwicklung der Gründungsförderung an der CAU
Seit 1996 werden mit der Einrichtung einer Technologietransfer-Einheit Ausgründungen durch die CAU wahrgenommen. In jeweils 3-5 Jahresschritten wurden zunächst erste Maßnahmen zur Förderung von Ausgründungen angeboten, Strukturen aufgebaut sowie Netzwerke erschlossen, die Gründungsförderung in die Hochschulstrukturen und zuletzt ein Bekenntnis zur akademischen Gründungen in die Eigenwahrnehmung von Teilbereichen der Lehre und Forschung integriert.
Culture of Entrepreneurship hochschulweit und professionell
In den kommenden 5 Jahren soll der Gründungsgedanke hochschulweit im Selbstverständnis jedes Hochschulmitglieds sowie bei Oberstufenschülern als Nachwuchsstudierende und Alumni verankert werden. Dazu ist die Integration des Gründungsgedankens in die Lehre, die Professionalisierung und Zentralisierung der Gründungsförderung in enger Verzahnung aber außerhalb der Universitätsstrukturen und die mit den Netzwerkpartnern gemeinsame Zentralisierung der Angebote und Fördermaßnahmen erforderlich.
Leitbild der Universität
Die Förderung von Unternehmergeist wird in das Leitbild der Universität aufgenommen werden, was über die Verbesserung von Rahmenbedingungen weit hinausgeht.
Maßgeblich für die Förderung ist die Verankerung der Gründungsprofilierung als strategische Zielsetzung der Hochschule und nachhaltige Nutzung zusätzlicher Entwicklungspotenziale.
Ein wichtiges Kriterium in der Entwicklung ist eine Verankerung der Initiativen der Universität im wirtschaftlichen regionalen Umfeld.
Die Maßnahmen werden beraten und durch Begleitforschung unterstützt und evaluiert durch das Institut für Weltwirtschaft (IfW), Lehrstuhl. f. Gründungsmanagement, Wirtschaftsgeographie der CAU, Uni Loeven und Cambridge, Center of Entrepreneurship of OECD
Kiel Center for
Entrepreneurship (KCE)
Zur Bestimmung des
Status-Quo und der Entwicklungschancen von akademischen Gründungen in der
Region wurde eine sogenannte Denkgruppe „Entrepreneurship“ eingerichtet,
bestehend aus Hochschulmitgliedern und Akteuren in der Region. Mit dem Arbeitstitel "Kiel Center for Entrepreneurship, KCE" werden gemeinsam Aktivitäten und Dienstleistungen für interne und externe Nutzer definiert. Regionale
Netzwerkpartner werden verantwortlich einbezogen.
Das KCE soll u.a.:
- Anreizsysteme für Studierende und Professoren schaffen,
- überwiegend
Angebote in die Lehre möglichst vieler Studiengänge
einbringen,
- vom
Schüler bis zum Alumni abgestimmte Qualifizierungsmaßnahmen
anbieten,
- Maßnahmen und Förderungen gemeinsam mit Netzwerkpartnern vorhalten,
insbesondere für technologieorientierte Unternehmen.
Projektleitung: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel






